6 Istanbul Insider Tipps: Das solltet ihr vor der Reise wissen!

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 Istanbul ist eine wunderbare und faszinierende Stadt, die man mindestens einmal gesehen haben sollte. Schlägt man den Reiseführer auf, stehen Topkapipalast, Blaue Moschee und Co. auf der “To Do” List.  Klar, dass man den bekanntesten Sehenswürdigkeiten einen Besuch abstatten sollte, doch mit diesen Insidertipps sieht und erlebt man noch ein bisschen mehr. Mit unseren Instanbul Insider Tipps holt ihr noch mehr aus eurem Urlaub raus.

1. Wohnsitz: Hip, ruhig oder touristisch?

Okay, ihr habt euren Flug gebucht und seid auf der Suche nach einer Unterkunft in Istanbul. So far so good. Wichtig hierbei ist, dass ihr nicht einfach Hotel XY bucht weil es beispielsweise gerade supergünstig ist. Wartet noch einen Moment und überlegt genau, in welchem Teil der Stadt euere Unterkunft stehen soll. Die zentralen Fragen hierbei sind: Was wollt ihr in Istanbul sehen, welcher Typ seid ihr und wie viel Zeit habt ihr für die Stadt? Die drei gängisten Möglichkeiten hierbei sind die Stadtteile Sultanahmet, Beyoğlu und Kadiköy.

Sultanahmet
Hier stehen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie die Blaue Moschee, der Topkapi Palast, die Hagia Sophia usw. Dadurch ist der Stadtteil ziemlich touristisch, gilt aber generell als der koservative Teil Istanbuls.Der Stadtteil ist ideal für alle, die nicht viel Zeit in Istanbul haben, da alle Sehenswürdigkeiten fast nebeneinander stehen. Achtung! Sultanahmet ist nicht direkt vom Flughafen mit den Öffentlichen erreichbar (man muss die Metro nehmen und umsteigen)

Beyoğlu
Beyoğlu ist megahip und dadurch der liberale Teil der Stadt. Daher findet man hier auch viele Cafés, Bars und Nachtclubs. Die 1,4km lange Istikal Cadessi ist die Prachtstraße (der Touristen und internationalen Labels), in ihren unzähligen Nebenstraßen findet man coole Klamottenläden, Rooftopbars, Szenecafés, Showrooms . Vom Flughafen fährt der Bus Havas für rund 18 TL direkt zum Taksimplatz (zentraler Punkt in Beyoğlu).
Galataturm

Blick auf Beyoğlu mit dem Galataturm

Beyoglu

unterwegs in den Straßen in Beyoğlu

Kadiköy
Kadiköy liegt auf der asiatischen Seite und man erreicht es am besten (und günstigsten) via Boot. Kadiköy bietet einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Istanbul und ist wesentlich ruhiger als die beiden anderen Stadtteile, da hier keine Touristenströme Tag und Nacht unterwegs sind.Nachteil: Man muss immer mit dem Boot über den Bosporus, um sich die Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

2. Die besten Panorama Ausblicke

Istanbul ist ein wahres Auf und Ab- nicht umsonst gibt es die unterirdischen Lifte, die Tünel, die einem das steile Bergauflaufen ersparen. Das Tolle an so einer hügeligen Stadt sind (neben der Verbesserung der eigenen Fitness :D) natürlich die dadurch geschaffenen Ausblicke. Man möchte meinen, dass der Galataturm in Beyoğlu eine wunderbare Aussicht liefert, aber ich persönlich finde die Aussicht den Eintritt, um hochzugehen, nicht wert. Da gibt es wesentlich schönere Aussichtspunkte in der Stadt, so z.B. die vielen Rooftopbars in Beyoğlu (rund um die Istikal Cadessi). Meine Lieblinge waren:

Leb I Derya
Das Leb I Derya befindet sich in einer der unscheinbaren Seitenstraße der Istikal Cadessi. Das Ambiente ist sehr entspannt, die Küche gehobener und wirklich lecker! Sicherlich nicht die günstiste Möglichkeit in Istanbul zu Essen- aber diese Aussicht !! Lustigerweise bekamen wir einen Glühwein (im März!) beim Gehen.
Rooftopbar Leb i Derya

auch das Interieur im Leb I Derya kann sich sehen lassen!

Fine and Dine
Das Fine and Dine bietet ebenfalls eine wunderbare Aussicht- und zwar auf die Blaue Moschee! Besonders am Abend natürlich ein Highlight! Eine tolle “Rooftopbar” in Sultanahmet
360 Istanbul
Das 360 ist sicherlich die bekannteste Rooftopbar in Istanbul- demzufolge ist man auch umgeben von fast ausschließlich Touristen. Die Aussicht ist natülich ebenfalls top, ich bevorzuge jedoch das Leb I Derya– zumal beide nicht weit voneinander entfernt sind

Steht der Topkapi Palast auf eurer “To See” List in Istanbul (sollte er), dann verpasst auf keinen Fall die Marmorterassen im vierten Hof- von dort hat man ebenfalls einen wunderbaren Blick über den Bosporus.

IMG_3515

auf dem Weg zu den Marmorterassen im Topkapi Palast

zwischen Europa und Asien

3. Shopping

Istanbul ist wohl ein Paradies für Shoppingsüchtige! Auch wenn dies nicht mein Ziel bei Städtetripps ist, halte ich doch meine Augen immer für schöne Mitbringsel oder außergewöhnliche Dinge offen und von beidem hat Istanbul eine Menge zu bieten. Denkt man ans Einkaufen in Istanbul, verbinden viele das Shoppingglück mit dem Kapalı Çarşı- dem großen Basar. Ich muss sagen, dass ich von dem Großen Basar ziemlich enttäuscht war, denn 1. gibt es jede Art von Laden in zehnfacher Ausführung mit keiner großen Produktvielfalt 2. die Preise sind (selbst mit Handeln) immer noch verhältnismäßig teuer 3. Schlepper, die einen in ihren Shop ziehen wollen und 4. man sieht nur Touristen, die sich unheimlich über ihre Fake Michael Kors Tasche freuen. Für ein einheimischeres Gefühl beim Shoppen empfehle ich den Mısır Çarşısı (Ägyptischer Basar) und die angrenzenden Straßen bis hinauf zum Großen Basar.

Dort gibt es wirklich alles was man sich vorstellen kann- und das zu einem meist fairen Fixpreis. Einfach eintauchen und treiben lassen. Auch in den Stadtteilen Mahmutpasa, Mercan und Tahtakele (alle rund um den großen Basar) lassen sich viele Schnäppchen (vorallem Schmuck und Leder) machen.

Kadiköy Markt

Mitten im Trubel des bekannten Kadiköy “Producer Market”

Wer zum Einkaufen über den Bosporus nach Kadiköy fährt, findet hier oftmals alles noch einmal günstiger als auf der europäischen Seite. Ein Muss ist der Kadiköy Markt, auf dem es vor allem superfrisches Gemüse & Co (und leckere Restaurants, die dieses gleich verwerten) gibt.

4. Bosporusfahrt für (fast) lau

“Bosporus Tour, only 20 Euro, you want??” tönt es von fast überall gleichzeitig, wenn man sich in Sehenswürdigkeitennähe in Sultanahmet befindet. Auch wenn 20 Euro sich zuerst für eine Bosporustour ganz okay anhören, könnt ihr das wesentlich billiger haben. Nehmt einfach die Fähre, denn die gehört zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und fahrt nach Kadiköy, auf die Prinzeninseln oder noch nach Ortaköy. Alles lässt sich bequem mit einer aufgelandenen Istanbulkart bezahlen.

Istanbulkart
Die Istanbulkart ist eine mit Guthaben wieder aufladbare Plastikkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Ich empfehle es, sich diese Karte gleich am Flughafen zu besorgen (wenn man mit den Öffis ins Zentrum fahren will)- denn man zahlt mit der Karte sofort nur 50% des Fahrpreises. Aufladstationen gibt es im Zentrum fast überall.
ein ziemlicher Verkehr auf dem Bosporus

ein ziemlicher Verkehr auf dem Bosporus

panorama istanbul

Blaue Moschee, Hagia Sophia, Topkapi Palast und Lyma alle in einem Bild! :)

5. 101 der Türkische Küche

Kebab, gefüllte Weinblätter, Pide, Baklava, Turkish Delight und und und. Die Liste an türkischen Köstlichkeiten ist nahezu endlos! Aber wie in jeder anderen (Groß) Stadt gibt es auch hier Touristenfallen oder überteuerte Lokale. Damit euch diese Erfahrung erspart bleibt, folgt hier ein kleiner Auszug meiner kulinarischen Highlights der Stadt:

Sehzade Cag Kebap:
Super authentischer Imbiss: Hier wird der Kebabspieß horizontal gebraten und die ständig lange Schlange lässt erahnen, wie gut die Qualität (für wirklich wenig Geld) ist. Gleichermaßen bei Einheimischen wie Touristen beliebt.

Gülhane Kebab House:

Gleich in der Nähe vom Topkapi Palast kann man sich hier nach einer anstrengenden Sightseeingtour ordentlich stärken. Auf der Karte finden sich für türkische Verhältnisse auch recht viele vegetarische Gerichte ( die Mezze sind sowieso meist vegetarisch). Besonders lecker fanden wir die gefüllte Vorspeisenplatte und die gegrillte Aubergine. Nooooom!

Parsifal:

Das Parsifal ist ein rein vegetarisches Restaurant in Beyoğlu (ganz in der Nähe des Taksimplatzes) und wirkich sehr lecker. Das Lokal selbst ist nicht sehr groß, also lieber rechtzeitig am Abend einen Tisch ergattern.

Ciya Sofrasi:

Das Ciya Sofrasi ist in Kadiköy, ganz in der Nähe der Marktstraßen (siehe Punkt 3) und es gibt das Lokal gleich in dreifacher Ausführung (u.a. Ciya Kebab). Wählen kann man zwischen einer Art frischem Buffet und á la Carte. Wir haben uns für eine Mischung entschieden und beides war wirklich toll!

Fazil Bey:

Ebenfalls in Kadiköy. Nach dem ganzen Geschlemme brauchte ich erst einmal einen türkischen Kaffee. Auf dem Weg zurück zur Fähranlegestelle roch es himmlisch nach frischen Kaffeebohnen und ich entschied mich dafür, dem Ganzen einmal nachzugehen. Gelandet bin ich im Fazil Bey, wo der wohl leckerste türkische Kaffee in ganz Istanbul serviert wird.

fazil bey istanbul

Hier wird der Kaffee noch von Hand und frisch geröstet!

By the way: Eine wirklich hilfreiche Seite für so große Schlemmermäuler wie mich, ist Istanbul Eats. Der Blog verrät die Lieblingslokale der Einheimischen und die neusten Foodtrends am Bosporus.

6) Am Tag: YAY, Am Abend: NAY

Gleich vornweg: Istanbul ist wirklich eine sichere Großstadt (so sicher wie diese eben sein können) und ich hatte kein einziges Mal Probleme, wurde weder belästigt noch beklaut (da hatte ich in Barcelona weit mehr Angst um meine Tasche!). Dennoch gibt es auch hier ein paar Ecken, in die man nicht unbedingt am Abend gehen muss.

Tarlabasi grenzt an Beyoğlu und ist  ziemlich abgeranzt. Tarlabasi ist bei Fotografen, die das Morbide einfangen möchten, ziemlich beliebt und sehr romantisiert. In den vielen, kleinen Gassen kann man sich schnell verlaufen und man sollte sich einfach auf seinen common sense verlassen wenn man dort umherbummelt. Nach Einbruch der Dunkelheit würde ich aber keinem empfehlen, dort nach Lust und Laune ausgedehnte Wanderschaften zu unternehmen.

Kann man sich auf der Istikal zu jeder Tages und Nachtzeit bewegen, sollte man bei den Seitenstraßen des Taksimplatzes und im Gezipark nach Einbruch der Dunkelheit lieber zwei Mal hinsehen. Auch wenn sich in in Taksimnähe auch viele Hotels und Clubs befinden, gibt es immer wieder diese plötzlich auftauchenden, dunklen “Löcher”. Mehrfach habe ich dort schon bereits gegen 21 Uhr klebstoffschnüffelnde Leute, die in halbabgerissenen Gebäudevorsprüngen saßen, gesehen. Passiert ist wie gesagt nichts, aber das sind nicht unbedingt die schönsten Szenen, die man unbedingt sehen möchte.

Okay, jetzt reicht’s aber! Das waren jetzt wirklich allerhand Infos aufs Mal. Wart ihr schon mal in Istanbul? Was sind eure Geheimtipps?

 

Bilder: (c) Winkeljournalisten

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Written by Lyma

Lyma= die größe Faultierliebhaberin, reisesüchtig, designverliebt, Palmenfan und Japanbesessen. Du willst mehr Infos und wissen, was ist ein Winkeljournalist ist? Dann klick auf "Wer sind wir" :)

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